Baunscheidt - Verfahren


Mit dieser Komplementär-Methode werden, - so wird berichtet, vor allem bei chronischen Entzündungen, Schmerz- und Reizzuständen sowie Verkrampfungen recht gute Erfolge erzielt.

Entwickelt wurde dieses Verfahren zu Ende des vergangen Jahrhunderts. Der Entdecker dieser Methode, der Mechaniker und Erfinder Carl Baunscheidt, hatte jahrelang unter Rheuma gelitten, als ihn eines Tages, während er in seinem Garten ein entspannendes Schläfchen hielt, Mücken in seinen beinahe schon steifen Arm stachen. Der Arm schwoll an und entzündete sich – doch als die Folgen der Insektenstiche abgeklungen waren, waren auch die Beschwerden verschwunden.

Da kam Baunscheidt auf die Idee, einen Apparat zu entwickeln, der Mückenstiche nachahmt. Das Gerät, mit dem dabei gearbeitet wird, ist denkbar einfach: Eine Scheibe, die mit 25 bis 30 feinen Stahlnadeln bestückt ist, die durch eine Feder in die Haut geschnellt werden können. Mit diesen "Mückenstichen" wird am Nacken begonnen und über den Rücken weiter vorgegangen.

Die beiden Ärzte Dr. Ilona Lenz und Dr. Hannes Herden schildern das Ergebnis dieser "Nadelung" folgendermaßen: "Die genadelten Stellen werden mit aromatisch riechendem Öl eingerieben. Auf den derart behandelten Stellen entsteht eine schwache Rötung, der Patient bekommt mitunter leichtes Fieber. Die kleinen Pusteln, die sich am Rücken bilden können, verschwinden wieder innerhalb weniger Tage".

Ein Paradebeispiel für die Wirkung der künstlichen "Mückenstiche" ist der Maler Franz von Defregger, der, wie Lenz und Herden schildern, mit 40 Jahren an einer Totallähmung beider Beine, die nach zweijährigem Gelenksrheumatismus auftrat, litt. Nach einer Reihe von "Nadelungen", wird berichtet konnte Defregger wieder normal gehen.

Wofür ist das Baunscheidt-Verfahren gut?

Abgesehen von den oben angeführten Beschwerden nenne die beiden Mediziner noch: Krämpfe, Rheumatismus, Gicht und Lähmungserscheinungen. "Auch bei Multipler Sklerose, allen Arten von Lungenleiden, Bandscheibenschäden, Hexenschuss, Gelenksentzündungen und Migräne sollte man es einmal mit einer Baunscheidt-Behandlung versuchen", meinen die beiden Komplementär-Medizin Experten.

Wie wirkt das Baunscheidt-Verfahren?

Die Wirkung, die diese Nadelung auf das gesamte Nervensystem und somit auf den Gesamtorganismus ausübt, erinnert sehr stark an die großartigen Erfolge, die man heute mit der Akupunktur erzielt, berichten Kenner dieses Verfahrens. Nachsatz: Noch niemals haben sich dabei irgendwelche schädlichen Nebenwirkungen gezeigt.

Dauer und Frequenz

Für dieses vielfach als "Lebenswecker" bezeichnete Verfahren gilt: Die Schmerzen können schon nach wenigen Tagen verschwinden

Therapie

Das Baunscheidtieren ist ein recht einfaches und schnell auszuführendes Verfahren. Es sollte wie folgt durchgeführt werden:

     

  1. Zunächst wird der Patient nach möglichen Allergien gegen Inhaltsstoffe des Baunscheidt-Öls befragt. Bei der Verwendung des Baunscheidt-Öl BZ treten Allergien äusserst selten auf. Bei Verdacht auf eine Allergie kann man die Haut probeweise mit dem Öl betupfen und so eine Reaktion prüfen.

     

  2. Der Patient wird aufgeklärt: Der baunscheidtierte Hautbereich brennt zunächst leicht. Es kann Juckreiz entstehen. Die gewünschte Quaddel kann 12- 24 Stunden sichtbar sein. Der Bereich sollte 24 Stunden nicht gewaschen werden.

     

  3. Zunächst den zu baunscheidtierenden Bereich auswählen. Die Auswahl wird nach der Indikation, nach möglichen Reflexzonen und eventuellen Verspannungbereichen ausgewählt.

     

  4. Die Haut wird inspiziert. Naevi und entzündliche Hautbereiche werden nicht baunscheidtiert.

     

  5. Die Hautbereiche werden desinfiziert.

     

  6. Mit den Nadelgeräten Lebenswecker oder Vitralisator werden die Hautbereich bis in eine Tiefe von 1-2,2 mm genadelt. Dabei sollte die Haut möglichst nicht bluten. Kleine Blutungen sind jedoch unproblematisch.

     

  7. Das Baunscheidt-Öl BZ wird mit der zugehörigen Pipette auf die genadelte Haut getropft und mit einem sterilen Watteträger (Q-tip) verrieben.

     

  8. Anschließend läßt man das Baunscheidt-Öl BZ antrocknen (einige Minuten) und wartet die Qaddelbildung ab. Da keine Wunde entstanden ist und auch keine Pusteln als Reaktion entstehen ist eine weitere Versorgung des baunscheidtierten Hautbereichs nicht nötig. Anschließendes Warmhalten der Bereiche ist jedoch vorteilhaft.

     

  9. Fertig

     

  10. Nadelkopf säubern und sterilisieren, oder Einmal - Nadelköpfe verwenden.


 

Therapieempfehlung
Eine Auswahl zusammengestellt von Dr.rer.nat. Klaus Zöltzer, Heilpraktiker:
Für Baunscheidt-Behandlungen mit Lebenswecker oder Vitralisator
 

Indikationen:


Arthrosen: über dem Gelenk und benachbarte Muskelgruppen

Wirbelsäulenerkrankungen:
links und rechts entlang der Wirbelsäule Insbesondere zur sofortigen Schmerzbehandlung

Chron. Polyarthritis: über den Gelenken, nur im schubfreien Intervall

Arthritiden: nur gelenkfern, Rücken und Abdomen, benachbarte Muskelgruppen

Morbus Bechterew: entlang der Wirbelsäule (Blasenmeridian)

Ischialgie: im LWS-Bereich, entlang des Schmerzbereichs

Neurologische Indikationen:
paravertebral ,sowie je nach Art der <Erkrankung

Neuralgien: über Schmerzbereich, im Kopfbereich zusätzlich: Sehnenansätze des M. sternocleidomastoideus und des äußeren M. trapezius

Bronchitis: zwischen Schulterblättern, entlang der Rippenbögen dorsal und ventral, Tor des Windes, Thoraxzone ventral

Asthma bronchiale: paravertebral zwischen Schulterblättern, vorsichtig, langsam steigernd, später Schulterzone und untere Rippenbögen

Leber-, Gallenerkrankungen: (Schlafstörung(2°°-3°°), Erhöhung der Leberentgiftung) großflächig entlang rechten Rippenbogen, Reflexzone am Rücken

Magenerkrankungen: Epigastrium und linker Rippenbogen, Magenzone am Rücken (Th7 –Th9 links)

Otitis media chron., akut: hinter dem Ohr, Tor des Windes, entlang BWS Kinder: statt nadeln nur hinter Ohr etwas aufrauen

Tinnitus: hinter Ohr, Processus mastoides, : Sehnenansätze des M. sternocleidomastoideus und des äußeren M. trapezius und des vorderen Randes des M. trapezius, entlang HWS

Vegetative Dysregulation, Hypotonie: entlang Wirbelsäule

Blasenerkrankungen: Unterbauch, re. und li. des Bauchnabels, oberer Oberschenkel unter Leisten, Blasenzone am Rücken

Nierenerkrankungen: zwischen den Dornfortsätzen Th1/2 und Th 2/3 re und li

Migräne: wirbelsäulenbedingt: Bereich C4 und Schulterblattbereich organbedingt: entsprechende Reflexzonen und Baunscheidtbereiche

Schwindel,Benommenheit: entlang des Sehnenansatzes des M. trapezius, medial und oberhalb der Schulterblätter
 

Juckreiz(ohne Hautänderung, trockene Ekzeme): über Hautbereich, blutig sticheln
 

Kalte Füsse: Fußsohlen sticheln (ohne Öl), Fußrücken (flach sticheln !)

und vieles mehr

Der Grossteil der Texte stammt von der Seite:
http://www.baunscheidt.org
Ich bedanke mich ganz herzlich -
für die Genehmigung zur Veröffentlichung dieser Texte.

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